Im  Artikel Wenn Grenzen und der daraus entstehende Raum sichtbar werden habe ich über Menschen berichtet, welche sich lediglich einen sehr kleinen 𝐩𝐞𝐫𝐬ö𝐧𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐑𝐚𝐮𝐦 erlauben.

Es gib aber auch jene Menschen, welche ihre 𝐆𝐫𝐞𝐧𝐳𝐞𝐧 mit Seilen kaum sichtbar machen können, weil das Zimmer, in dem wir arbeiten, schlicht zu klein ist.

Oder sie definieren ihre Grenzen, brauchen aber unbedingt eine Ö𝐟𝐟𝐧𝐮𝐧𝐠.

Bei beiden Beispielen zeigen sich mitunter starke Reaktionen, wenn das Raumbedürfnis nicht erfüllt werden kann:

🔥 Die Angst vor Vereinsamung oder davor, ausgeschlossen zu sein

🔥 Ein Gefühl von eingeengt sein mit entsprechend beengender Körperempfindung

🔥 Die Angst davor, andere und besonders geliebte Menschen mit dem Abgrenzungsversuch von sich zu stossen und zu brüskieren

🔥 Der Verlust des Gefühls für die eigenen Grenzen

Menschen mit grossem Raumbedürfnis sind tendenziell mehr auf andere Menschen und deren Bedürfnisse bezogen und haben weniger Bezug zu eigenen Gefühlen und Bedürfnissen, was genauso zu 𝐁𝐮𝐫𝐧𝐨𝐮𝐭 führen kann.

Ihnen fehlt- wie den Menschen mit engen Grenzen- eine Ausgeglichenheit:

🔥 entweder nehmen sie viel Raum ein (was als egoistisches oder ausuferndes Verhalten rüberkommen kann)

🔥 oder sie kommen in völligen Stress, weil sie sich schlecht regulieren können, wenn das Raumbedürfnis eingeschränkt werden muss (z.B. wenig Rückzugsmöglichkeit im Alltag, kaum Pausen bei der Arbeit, reisen in vollbelegten ÖV etc.).

Auch hier machen die Seile sichtbar und lassen Klarheit entstehen. Mit achtsamer Präsenz im Körper und kreativer Bewegung wird an der Handlungsfähigkeit und an der inneren Flexibilität gearbeitet, was Sicherheit gibt.

Ausserdem wird erlebt, dass der Raum innerhalb dieser Grenzen 𝐈𝐌𝐌𝐄𝐑 mit dabei und anpassungsfähig ist und somit jederzeit ein sicherer Ort sein kann.

Passend zum Thema empfehle ich den Artikel Was haben Raum und Ausdehnung mit Abgrenzung zu tun? 

Viel Spass beim Lesen!