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Über mich

Stress und seine Folgen ist ein Thema, welches mich persönlich und beruflich seit vielen Jahren begleitet.

Es hat mich schon immer interessiert und fasziniert, wie Menschen mit Schwierigkeiten und Belastungen umgehen. Und in jedem noch so kleinen Moment, wo ich bei mir selbst oder bei einer anderen Person den nächsten Schritt in Richtung Bewältigung erleben darf- fühle ich mich zu tiefst bewegt und erfüllt.

Geboren 1976 in Bukarest- als einziges Kind einer Rumänin und eines Schweizers- bin ich in der Ostschweiz aufgewachsen.

Von Kindesbeinen an lernte ich, mich anzupassen und möglichst niemandem zur Last zu fallen. Ich glaubte, alles alleine schaffen und es allen recht machen zu müssen. Ich lernte bescheiden zu sein und alle anderen wichtiger zu nehmen als mich selbst.

 

Für andere da sein

Um mein Leben möglichst sinnbringend zu gestalten, erlernte ich am Kantonsspital Winterthur den Beruf der Krankenschwester. Da inzwischen mein Interesse an der Psyche des Menschen geweckt wurde, liess ich mich anschliessend berufsbegleitend zur Bewegungs- und Tanztherapeutin ausbilden.
Nach einer kurzen, intensiven und frustrierenden Zeit in der Betagtenpflege, hängte ich meinen Erstberuf an den Nagel.

Meinen Lebensunterhalt verdiente ich mit der Begleitung von Menschen mit geistiger und psychischer Behinderung. Nebenbei begann ich in der Bewegungs- und Tanztherapie der psychiatrischen Kliniken Münsterlingen und Littenheid als Praktikantin zu arbeiten und machte eine selbständige Vertretung in der psychiatrischen Klinik Herisau.

Nach Ausbildungsabschluss fand ich meinen beruflichen Einstieg infolge Stellenmangel erst zwei Jahre später. Ich arbeitete in der Privatklinik Aadorf vorwiegend mit Frauen mit Essstörungen, Adipositas und Persönlichkeitsstörungen. Diese Tätigkeit erfüllte mich sehr, jedoch war sie nicht weniger herausfordernd für mich.

 

Die Signale nicht ernst genommen

Mein Körper zeigte mir seit Jahren immer heftigere Symptome. Ich machte einfach immer weiter und glaubte, beruflich und privat alles im Griff und unter Kontrolle haben zu müssen.

Bis ich im Alter von 34 Jahren krank wurde. Eine tiefe körperliche und emotionale Erschöpfung, Drehschwindel und weitere heftige Beschwerden liessen mich realisieren, dass ich haarscharf an einem Burnout vorbei geschrammt war! Dieses Mal hatte ich Glück!!

Dank einem sehr unterstützenden Umfeld und therapeutischer Begleitung gewann ich allmählich wieder Boden unter den Füssen. Ich schaffte den beruflichen Wiedereinstieg.

 

Mut zum Neubeginn

Zusammen mit meinem Lebenspartner beschlossen wir, nach Bad Ragaz zu ziehen, weshalb ich meine Festanstellung in der Klinik kündigte.

Da die Stellen als Bewegungs- und Tanztherapeutin weiterhin sehr spärlich gesät waren, bildete ich mich zur Masseurin weiter. Ich arbeitete im Wellnessbereich eines Hotels, in einer Naturheilpraxis und in der Tamina Therme. Nebenbei baute ich schrittweise meine eigene Praxis auf.

Da mich die klassische Massage körperlich sehr anstrengte und mich die Füsse viel mehr faszinierten, erlernte ich die Fussreflexzonentherapie. Eine Methode, die ich bis heute leidenschaftlich und erfolgreich anwende.

Es eröffnete sich eine Teilzeitanstellung in der psychiatrischen Klinik Waldhaus in Chur, wo ich nochmals einen Abstecher in die Akutpsychiatrie machte. Nach knapp 1 1/2 Jahren kündigte ich, weil es mir einfach nicht gefiel.

 

Arbeit in der Burnout-Klinik

Zur selben Zeit erhielt ich eine Anstellung als Ferien- und Abwesenheitsvertretung der Tanz- und Bewegungstherapeutinnen in der ersten schweizer Fachklinik für die Behandlung von Stressfolgeerkrankungen Clinica Holistica Engiadina in Susch. Diese Tätigkeit übe ich bis heute noch mit grosser Freude aus.

In den letzten Jahren sind zwei weitere Vertretungsstellen dazu gekommen: Die RehaClinic Braunwald, eine Fachklinik für Psychosomatik. Sowie die Privatklinik Hohenegg, die sich ebenso auf die Behandlung von Burnout spezialisierten hat.

Die Belastungen in meinem Alltag sind also seit der Erschöpfung mit Arbeitsunfähigkeit keineswegs weniger geworden. Ich erlebte viele Tiefs und auch Verluste.

 

Selbstfürsorge

In der Zwischenzeit bin ich Mutter von zwei wunderbaren Kindern- einer Tochter und einem Sohn. Das Muttersein hat massgeblich dazu beigetragen, dass ich viel besser mit Belastungen, Anforderungen von aussen und mit dem hohen Tempo unserer Gesellschaft umgehen kann. Ich habe gelernt was es heisst, meinen Alltag möglichst nach meinen Bedürfnissen zu gestalten und Verantwortung für mich selbst zu übernehmen.

Seither erlebe ich mich viel ausgeglichener, entspannter, gesünder, klarer und gelassener und habe meinen Weg gefunden.

Die Faszination darüber, wie Körper, Seele und Geist zusammen hängen und sich gegenseitig beeinflussen haben mich zur Palmtherapy® als verbindendes Element all meiner beruflichen Fähigkeiten gebracht. Mit ebenso grosser Freude und erstaunlichen Ergebnissen arbeite ich dabei an den Handflächen, um Ängste rasch zu reduzieren und Klarheit in das Leben von Menschen zu bringen. Und so habe ich zusammen mit der Bewegungs-, Tanz- und Fussreflexzonentherapie die Möglichkeit, aus einem breiten Potpourri an Erfahrungen zu schöpfen.

 

Meine Berufung

Meine berufliche und persönliche Erfahrung mit Stress, Erschöpfung und Burnout hat mir einen grossen Reichtum und Erfahrungsschatz hinterlassen. Diesen möchte ich möglichst vielen Betroffenen zur Verfügung stellen. Als Dank für alle bisheringen Herausforderungen und Stolpersteine.

Und weil ich aus eigener Erfahrung weiss, wie wertvoll und unglaublich entlastend es ist, Bewältigungsstrategien zu kennen und Selbstwirksamkeit zu erleben, möchte ich auf diese Weise meinen persönlichen Beitrag in die Welt bringen: Von der Erschöpfung zur Fülle!