Viele Menschen, denen ich in meiner Arbeit begegne, haben nicht nur 𝐰𝐞𝐧𝐢𝐠 𝐖𝐚𝐡𝐫𝐧𝐞𝐡𝐦𝐮𝐧𝐠 𝐟ü𝐫 𝐢𝐡𝐫𝐞𝐧 𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧𝐞𝐧 𝐊ö𝐫𝐩𝐞𝐫, sie lehnen ihn auch häufig massiv ab.

Einige finden den Körper oder sogar sich selbst als gesamte Person hässlich.

Dieses Hängenbleiben in der Bewertung von Äusserlichkeiten führt einerseits zu starker 𝐒𝐞𝐥𝐛𝐬𝐭𝐚𝐛𝐰𝐞𝐫𝐭𝐮𝐧𝐠, wenig 𝐒𝐞𝐥𝐛𝐬𝐭𝐯𝐞𝐫𝐭𝐫𝐚𝐮𝐞𝐧 und zu fehlendem 𝐒𝐞𝐥𝐛𝐬𝐭𝐛𝐞𝐰𝐮𝐬𝐬𝐭𝐬𝐞𝐢𝐧. Das führt im Beruf und auch in privaten Beziehungen unweigerlich zu grossen Schwierigkeiten.

Ich begleite Menschen dabei, ihren Körper wahrzunehmen und die Zusammenhänge zwischen ihrer Lebensführung, ihren seelischen Zuständen und ihren Gedanken über sich und die Welt zu erkunden. Und sich in 𝐒𝐞𝐥𝐛𝐬𝐭𝐚𝐤𝐳𝐞𝐩𝐭𝐚𝐧𝐳 zu üben.

In der tieferen Auseinandersetzung mit sich selbst stellen die Menschen fest, dass sie den Körper meist nur dann wahrnehmen, 𝐰𝐞𝐧𝐧 𝐞𝐫 «𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐫𝐢𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠» 𝐟𝐮𝐧𝐤𝐭𝐢𝐨𝐧𝐢𝐞𝐫𝐭, beispielsweise bei #Schmerzen, #Panikattacken, #Erschöpfung oder anderen unangenehmen Situationen- kein Wunder, mag man in so einem Körper nicht sein, fühlt sich unwohl darin und spürt ihn lieber nicht!!

Durch dieses den Körper im Alltag nicht mehr spüren gehen jedoch wichtige 𝐈𝐧𝐟𝐨𝐫𝐦𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐑𝐞𝐬𝐬𝐨𝐮𝐫𝐜𝐞𝐧 verloren:

  • der Zugang zu unseren Gefühlen ist erschwert
  • alltägliche Signale wie Hunger, Durst, Müdigkeit werden nur unregelmässig wahrgenommen
  • Schmerz wird erst registriert, wenn er schon stark und somit schwieriger zu regulieren ist
  • es bestehen Schwierigkeiten damit, sich gegenüber belastenden Themen oder überhöhten Arbeits- oder Alltagsanforderungen abzugrenzen
  • andere Menschen werden physisch zu nahe herangelassen, was immer wieder zum Erleben derselben Grenzverletzungen führt
  • es entstehen mehr und mehr Schwierigkeiten in sozialen Kontexten und im Gestalten von Beziehungen

Lernen die Menschen sich selbst und ihren gesamten Körper besser wahrzunehmen, gelingt es ihnen, 𝐛𝐞𝐢 𝐬𝐢𝐜𝐡 𝐚𝐧𝐳𝐮𝐤𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧, sich zu «𝐯𝐞𝐫𝐤ö𝐫𝐩𝐞𝐫𝐧 𝐨𝐝𝐞𝐫 𝐢𝐧𝐤𝐚𝐫𝐧𝐢𝐞𝐫𝐞𝐧» im Sinne von 𝐝𝐞𝐧 𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧𝐞𝐧 𝐊ö𝐫𝐩𝐞𝐫 𝐰𝐢𝐞 𝐞𝐢𝐧 𝐇𝐚𝐮𝐬 𝐳𝐮 𝐛𝐞𝐰𝐨𝐡𝐧𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐩𝐟𝐥𝐞𝐠𝐞𝐧 .

𝐒𝐞𝐥𝐛𝐬𝐭𝐟ü𝐫𝐬𝐨𝐫𝐠𝐞 wird möglich und es bleibt nicht nur beim Optimieren und Stylen des Körpers, sondern es entsteht eine wirkliche Beziehung zum eigenen Körper.

Die Beziehung zu sich selbst wird verbessert (auch wenn man weiterhin nicht alles an sich schön findet- das spielt dann kaum mehr eine Rolle J).

Und die Beziehungen zu den Mitmenschen werden stabiler und leichter

𝐊𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐓𝐢𝐩𝐩: Übe dich darin, deinen Körper während des Tages immer mal wieder wahrzunehmen und zu spüren, wie es dir gerade geht. Danach kannst du herausfinden, was dir jetzt gerade oder auch z.B. nach der Arbeit gut tun könnte!