Immer wieder berichten Menschen von ihrer Mitte und ich stelle fest, dass diese Mitte bei Vielen ein Gedankenkonstrukt aus irgend einer Philosophie oder Theorie ist. Die besagte Mitte wird nicht wirklich wahrgenommen.
Einer meiner Patienten machte heute die Erfahrung was es bedeutet, die eigene Mitte 𝐰𝐚𝐡𝐫𝐳𝐮𝐧𝐞𝐡𝐦𝐞𝐧 und von dort aus zu bewegen.

Dieser Mann ist ein seit vielen Jahren sehr erfahrener Trainer einer asiatischen Kampfsportart und hat durch ein Krankheitsgeschehen seine seelische sowie körperliche Balance und Stabilität völlig verloren.
Da er ein sehr leistungsorientierter Mensch ist, versucht er nun, mithilfe des Sehsinns die Kontrolle über seinen Körper zurück zu gewinnen. Er bleibt somit im Kopf, statt seinen Körper miteinzubeziehen und diesem wieder 𝐯𝐞𝐫𝐭𝐫𝐚𝐮𝐞𝐧 𝐳𝐮 𝐥𝐞𝐫𝐧𝐞𝐧.

Achtsame Körperwahrnehmungsarbeit 𝐰𝐞𝐜𝐤𝐭𝐞 seine Mitte. Von da aus bewegte sich der Patient in unterschiedliche Raumrichtungen ausserhalb der senkrechten Achse- langsamen und fliessend.

Freudige Lebendigkeit sowie eine stärkere, innere Sicherheit entstanden. Der Körper zeigte sich agiler und gelöster. Dieser Mann möchte sich nun darin üben, mit dem ganzen Körper «zu sehen».